Umweltpolitik

Grundwasser in Gefahr
Atomenergie
Der moderne Mobilfunk

Grundwasser in Gefahr

Das Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Wir brauchen täglich etwa 2 Liter, unser Körper besteht zumindest zu 70% aus H20! Demnach stellt reines Trinkwasser für uns alle eine Lebensnotwendigkeit dar!

Der Mensch vergiftet derzeit jedoch systematisch seine eigenen Trinkwasserquellen und -brunnen: NITRATE aus der Düngung werden im Magen-Darmtrakt zu reagiblen NITRITEN und verbinden sich mit den AMINEN zu den gefährlichen, krebserzeugenden NITROSAMINEN. Bei einem Grenzwert von 50mg Nitrat pro Liter Wasser muss ein Brunnen geschlossen werden. Ein Großteil der bundesdeutschen Wasserversorgung ist durch Nitrat bedroht, das Wasser vieler privater Brunnen ist daher nicht mehr zu verwenden; viele Wasserwerke müssen ihre Brunnen als Folge der Überdüngung schließen! Der Mensch bestraft sich selbst!

Alarmierende Ermittlungen: Ein Großteil unserer Brunnen ist durch krankheitserzeugende und genverändernde Pestizide bis weit über die zulässige EG-Norm belastet! Jährlich werden 30.000 Tonnen Pestizide und Insektizide auf die Felder versprüht, außerdem weitere 30.000 Tonnen an Zusatzspritzmitteln. Entgegen den früheren Aussagen der herstellenden Industrie sind diese Spritzmittel peristent, d.h., sie werden nicht abgebaut, und gelangen mehr und mehr ins Grundwasser.

Sind Pestizide einmal im Grundwasser der Brunnen und Quellen angelangt, so sind sie nicht mehr zu eliminieren! Es werden heute etwa 300 Mittel versprüht, es lassen sich derzeit jedoch nur ein Bruchteil davon analysieren. Häufig wird die chemische Formel der Pestizide von Herstellungsfirmen nicht veröffentlicht, so dass die Wasserämter weitestgehend im Dunklen tappen.

Pestizide sind geruch- und geschmacklos, jedoch nach wissenschaftlichen Untersuchungen, vor allem in Amerika, teilweise in hohem Maße krebserregend (kanzerogen) erbgutverändernd (mutagen) sowie immunschwächend. So sind vielfältige allergische Erkrankungen, aber auch Energiemangelzustände und Infektionsanfälligkeit in hohem Maße durch Pestizide und Insektizide bedingt.

Aufgrund des Jahr für Jahr vorgenommenen Besprühens der Felder mit Giften werden die Gesteins- und Erdschichten mehr und mehr durch diese persistenten chemischen Verbindungen durchtränkt. Sie wandern mit dem Sickerwasser immer mehr in die Tiefe und gelangen selbst in 80 Metern und weit darunter schlussendlich ins Grundwasser.

Wer nun jedoch hofft, dass die Behörden, etwa das Bundesgesundheitsamt oder auch das biologische Bundesamt jetzt eingriffen und gesundheitsschädigende Spritzmittel umgehend verbieten würden, sieht sich enttäuscht: Paradoxerweise waren in Amerika eindeutig als krebserzeugend erkannte Pestizide wie etwa ATRAZIN, METOLACHLOR, oder auch das ALOCHLOR bei uns noch jahrelang behördlich zugelassen! Brunnenvergiftung also mit obersten behördlichen Segen?

Die Spritzmittel sind von einer derartigen Aggressivität, dass durch 1-3-DICHLORPROPEN, über Kartoffelfelder gesprüht (etwa 700 Liter/Hektar), alles Leben in der Bodenkrumme stirbt!

In Norddeutschland fand man zum Teil 1-3-Dichlorpropen in einer Konzentration im Grundwasser, welche den zugelassenen Schwellenwert um das 6000fache überstieg! Im Emsland gar um das 86.000fache!

Obwohl auch 1-3DICHLORPROPEN erwiesenermaßen krebserregend ist, wird es von den Behörden (Bundesgesundheitsamt, Gesundheitsministerium) nicht vom Markt genommen, obwohl dort alle relevanten Fakten bekannt sind.

Schizophrenerweise behauptet ein Professor vom Bundesgesundheitsministerium in den 80er Jahren, sein Ministerium und das BGA seien zwar für die Reinerhaltung des Wassers verantwortlich; es falle aber nicht in ihre Kompetenz, krankmachende Spritzmittel zu verbieten. Was natürlich nicht stimmt, da das BGA vom Gesetzgeber ausdrücklich den Auftrag hat, bereits im Falle eines begründeten Verdachtes suspekte Stoffe aus dem Verkehr zu ziehen.

Die Folgen:

Nitratwerte und Pestizidwerte nehmen bedenklich zu!

In einer Gemeinde im Schwarzwald etwa sind von 35 Brunnen bereits 18 verseucht! Ein Herausfiltern etwa durch Aktivkohle ist nicht möglich. Die Behörden und Politiker schreiten trotz alarmierender Meldungen der Wasserwerke nicht ein! Oder aber sie lösen das Problem auf ihre Weise: Im Frühjahr des Jahres 1990 erhöhte das BGA die zulässige Pestizidmenge im Grundwasser auf das zwanzigfache der auch bei uns üblichen EG-Norm!

Der lapidare Kommentar des BGA: Anderweitig müssten zu viele Brunnen geschlossen werden, und die Wasserversorgung der BRD wäre nicht mehr gewährleistet.

Unsere Forderung:

Akzeptanz und Einhaltung der EU-Norm.
Ein umgehendes Verbot der staatlich legalisierten Brunnenvergiftung.
Der Übergang in großem Maße zu einer ökologischen Landwirtschaft.
Die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft müssen hinsichtlich der Trinkwasserverseuchung zur Rechenschaft gezogen werden.

Saurer Regen- saures Grundwasser !

An der derzeitigen „Wasserfront“ droht jedoch noch eine weitere Gefahr: Die Übersäuerung des Grundwassers!

Aus den Schloten des Kohlekraftwerks, den Kaminen der Haushalte, aus den Industrieanlagen entweichen jährlich Millionen an Tonnen von Schadstoffen, insbesondere von Schwefeldioxid und Stickoxyden, die sich in der Atmosphäre mit den Wolken verteilen und als saurer Regen wiederum auf uns zurückfallen. Dieser saure Regen schuf nicht nur bereits tote Seenplatten in Skandinavien und Kanada; er ist nicht nur ein hauptsächlicher Mitverursacher des Waldersterbens, zerstört nicht nur die historischen Kalksteinbauten unserer Städte; nein, jetzt ist, nach sterbenden Flüssen und Bächen auch unser Grundwasser in Gefahr!

Normalerweise werden die schadstoffbelasteten, schwefeldioxid- und stickoxidhaltigen Wolken durch die Wälder der Mittelgebirge, „ausgekämmt“. Daher zunächst das Baumsterben in den Höhenlagen der Mittelgebirgen da diese als erste und am intensivsten dem sauren Regenwasser ausgesetzt sind.

Die Kalk- und Gesteinsschichten der Mittelgebirge (auch des Hochgebirges) haben eine neutralisierende Wirkung auf das schwefelige und salpetrige, säurehaltige Wasser, sodass es bisher in den bewohnten Tälern weitestgehend wieder genießbar war. Jetzt aber droht dieser Kompensationsmechanismus umzukippen: Die „Säurefront“ rückt von den Berghängen immer tiefer! In einigen Mittelgebirgsbächen wird bereits ein ph- Wert von 2,5 gemessen - das entspricht fast einem ph- Wert der Essigsäure und stellt natürlich einen Wert dar, bei dem jedwedes Leben in diesen Gewässern, sei es Pflanze oder Tier, zugrunde geht.

Alles Leben außerhalb des Meeres ist dringend auf „neutrales Wasser“ angewiesen. Um das Problem besser zu verstehen: Schon bei einem leichten Absinken des ph- Wertes, also schon bei einer sehr geringfügigen Säuretendenz, löst sich der Kalk, etwa vom Panzer der Krebse, von Muscheln und Schnecken auf. Die Tiere sterben.

Sterben müssen aber auch Pflanzen und Fische: Ab dem Säuregrad von ph-5 können Fische mit ihren Kiemen nicht mehr CO2 an das Wasser abgeben und Sauerstoff aufnehmen. Die Fische ersticken.

Doch auch bei höchst geringen Säuregraden verenden sie aufgrund von Leberzirrhosen und vielfältigen anderen Erkrankungen.

Das saure Grundwasser stellt demnach für uns eine absolute Bedrohung dar: So ist saures Wasser für uns nicht nur als solches ungenießbar. Es ist zudem auch dadurch toxisch, dass durch den Säuregehalt etwa der Stauseen giftige Schwermetalle wie Arsen, Cadmium etc. aus dem Grundschlamm herausgelöst werden und somit in das Grundwasser gelangen. Die Säure greift jedoch auch Zementrohre an, natürlich auch Kalk und Kupferrohre. Auch geringfügige Beigaben von Kupfersalzen lösen bei Menschen Übelkeit aus. Zudem verursachen sie zentral-nervös bedingte Krampfzustände! In Bayern sind Ende der 80er Jahre 2 Kinder nachweislich am Kupfersalzgehalt des Trinkwassers, bedingt durch saures Leitungswasser, gestorben! Viele Quellen mussten im Bundesgebiet schon geschlossen werden: alleine in Bayern sind es Hunderte!

Von diesem Wassernotstand bedroht sind etwa 70% der Bundesrepublik! Trinkwasserlieferanten meinen zwar, es bestünde noch kein Grund zur Panik: wir hätten „noch 30 Jahre Zeit“.

Von Kennern wird die Sachlage jedoch weit anders eingeschätzt. Nur 15 Jahre hat es gedauert, bis sich das Waldsterben von den Höhenzügen der Mittelgebirge bis in die Talsohlen ausgebreitet hat. Ähnlich wird es den Gewässern ergehen. Dann haben wir den Trinkwassernotstand.

Anmerkung 1: Der sogenannte ph- Wert gibt den Säuregehalt bzw. den basisch-alkalischen Wert einer Flüssigkeit an. Als neutral, also weder säure- noch basenüberschüssig, ist dabei eine Flüssigkeit mit einem ph- Wert von 7. Je mehr der ph- Wert gegen 1 sinkt, umso saurer ist die Flüssigkeit. Äußerst aggressive Säuren wie die Schwefelsäure oder die Salzsäure haben einen ph- Wert um 1, während der alkalische Basengehalt auf der Skala bis auf 14 steigen kann.

Atomenergie
Was wir nach Tschernobyl beachten sollten,
(und auch nach dem Nukem,- Alkem- und dem Castor-Skandal)

Zwar: Jede thematische Abhandlung hat eine Einleitung. Hat Anfang und Beginnen. Doch wenn wir uns der „zivilen“ Atomkraft und Kernspaltung nähern, so ist es, als gingen wir hinein in eine Gegenwart, die uns eher gleich einem Science-Fiction-Alptraum erscheinen mag. Denn nicht die Energiegewinnung und ihre Segnungen stehen da im Vordergrund, sondern, schreckerregend, ein infernalisches Menetekel: das Damoklesschwert der Radioaktivität und der globalen Verseuchung, wie es die Menschheit in alten Zeiten abgeschwächt und passager nur durch Pest und Cholera erlebte.

Und wenn wir wissen, dass Zukunft immer nur genutzte und verpasste Gegenwart ist, das Ergebnis von Chancen, die uns hätten helfen könne, eine Problemlage ins Positive zu verwandeln, oder aber den Weg des geringsten Widerstandes in die sichere Vernichtung zu gehen, so ist es wichtig für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder, uns klar vor Augen zu führen, w a s h e u t e i s t : nämlich die permanente atomare Bedrohung, die von jedem einzelnen Reaktor ausgeht, in einem kontinentalen Ausmaß, hinsichtlich dessen Tschernobyl nur ein kleiner Vorgeschmack war. Denn nur aufgrund von detailliertem Wissen werden wir die Vorkehrungen treffen, damit sich unsere derzeitige Energieversorgung als zivilisatorische Komfortmatratze nicht in einen atomaren Flächenbrand verwandelt.

Wovon ist diese Zeit geprägt?

Wie wir wissen, ist das radioaktive Folgeprodukt der Urankernspaltung in unseren Reaktoren das Plutonium. Nun ist Plutonium, wissenschaftlich gesehen, zweifelsfrei eines der gefährlichsten Gifte, das wir uns überhaupt vorstellen können. Gibt es doch kaum eine noch so geringe Menge, in der es nicht mit allergrößter Sicherheit auf jedes Lebewesen tödlich wirkt. Selbst ein Millionstel Gramm ist noch in der Lage, bei einem Menschen Lungenkrebs hervorzurufen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen weiß man, dass ein halbes Kilogramm Reaktor-Plutonium 42.300.000.000 (42 Milliarden und 300 Millionen) Krebstote verursachen kann. Ja, dass diese Menge völlig ausreicht, jedes Lebewesen auf dem Erdball zu vernichten.

Wenn wir ferner wissen, dass Plutonium ein 211.000-mal effektiverer Lungenkrebserzeuger ist als selbst das hochgiftige Benzpyren - dabei äußerst schwierig zu lagern und zu handhaben; dass es auf jedwedes Entsorgungsmaterial äußerst aggressiv einwirkt und sich in feinst verteilter Form mit unserer Lufthülle vermischt und mit dem Wind hingeweht werden kann, wohin die Luftströmung gerade geht; wenn wir ferner wissen, dass in jedem der beinahe 500 weltweit existierenden Reaktoren jährlich mehrere 100 Kilogramm Plutonium produziert werden, und diese extrem gefährlich strahlende Substanz (ein Alpha-Strahler) über eine Halbwertzeit von 24.000 Jahren verfügt, dann mögen wir alle ermessen, welch ungeheueres Vernichtungsrisiko wir in einer lächerlich kurzen Zeitepoche jedweder späterer Generation hinterlassen, und die Produktion von spaltbarem Material in den Augen späterer Generationen unserer Zeit wohl als höchst krimineller Akt angelastet werden wird.

Denn gerade die unermesslich langen Zerfallszeiten eröffnen völlig neue historische Dimensionen. 24.000 Jahre beträgt die Halbwertzeit und insgesamt 150.000 Jahre bis 1 kg Plutonium „verraucht“ - besser: - bis es sich in andere, ebenfalls noch giftige Radionuklide umwandelt...

Ein Spielen des Menschen mit Gefährdungen und Zeiträumen, die seinen Möglichkeiten der Verantwortung und seiner Fähigkeit einer „sicheren Endlagerung“ einfach spotten. Was sollen da etwa die Beteuerungen von Mitarbeitern eines deutschen Elektrokonzerns, die Sache „sei gefährlich, doch wir haben sie im Griff“? Auch noch in 2-3000 Jahren, für unser geschichtliches Verständnis doch eine Ewigkeit, im Vergleich hin zu den alten Römern und Ägyptern? Waren Zukunftsvisionen nach nur wenigen Jahrzehnten in der bisherigen Geschichte nicht Schall und Rauch und letztlich doch nur kindische Gebärde? Hantieren wir da nicht mit einem Feuer, nicht für uns geschaffen, durchaus geeignet, in einer der vor uns liegenden Zeiträume die Menschen und den Globus endgültig zu zerstören?

Man stelle sich vergleichsweise den allerersten Neandertaler vor, - seine Entstehung datiert auf etwa 150.000 v.Chr.: dieser hätte eine Waffe vergleichbar dem Plutonium entwickelt oder seine Energie für seine Felsenwohnungen daraus bezogen: wir litten heute noch unter ihm. Und vergegenwärtigen wir uns überdies noch so hochgradiger destruktiver Charaktere wie Nero, Hitler, Stalin - längst hätten sie die Lunte angezündet und die Erde in die Luft gesprengt!

Deutsche Reaktoren sind in punkto Sicherheit angeblich weltweit führend. Doch auch das Gegenteil könnte der Fall sein! Denn in deutschen Reaktoren entsteht mehr Plutonium als in den amerikanischen Reaktoren. Aufgrund dessen lagern gerade in den deutschen Atommeilern gewaltige Mengen von Plutonium, wobei ernsthafte Befürchtungen dahingehen, dass bei einem Reaktorunfall mit Überschreiten einer kritischen Masse eine Atomexplosion die Folge sein könnte, die dann natürlich nicht nur den darrüberliegenden Atommeiler zerfetzt, sondern auch Landstriche in der Größe mehrerer Bundesländer radioaktiv zu verseuchen in der Lage wäre.

Wie nun ist das statistische Unfallrisiko hinsichtlich eines „GAU“ - eines „Größtmöglichen Atom-Unfalls“ zu werten:

Man veranschlagt bei deutschen Reaktoren ein angeblich minimales Unfallrisiko von 1:10.000, das heißt, ein Reaktor könnte statistisch gesehen nur einmal in 10.000 Jahren einen großen Unfall hervorrufen. Wenn wir nun die knapp 500 Reaktoren der Welt zusammenfassen, dann kommen wir schon statistisch gesehen auf eine

Zeitdauer von etwa 20 Jahren. Und wenn wir bundesdeutschen Stimmen glauben schenken dürfen, dass alle übrigen Reaktoren unsicherer wären, dann wäre bei der jetzigen und ja noch zunehmenden Reaktordichte ein Gau, weit schlimmer als Tschernobyl, statistisch alle 10-15 Jahre zu erwarten.

Wir alle kennen die Folgen:

Neben der enormen Beeinträchtigung unseres Lebensraumgefühles, unserer Nahrung, neben der Sorge um unsere Kinder, tritt ein stark erhöhtes karzinomatöses Risiko auf den Plan! Gerade nach den oberirdischen Atomversuchen der 50iger und 60iger Jahre stellte man ein sprunghaftes Anwachsen von Krebs und Leukämie weltweit fest.

Vielleicht dazu zwei „Atom-Histörchen“:

John Wayne und eine Filmmannschaft drehten im Staate Utah in den 50iger Jahren, zwei Jahre nach einem oberirdischen Atomversuch in der Wüste von Nevada, den Film „Die Eroberer“. Von dieser 150-köpfigen Mannschaft erkrankten 91, unter ihnen John Wayne in den darauf folgenden Jahren an Karzinomen, denen sie, wie auch John Wayne im Jahr 1980, erlagen.

Ein anderes Beispiel:

16 Jahre nach den Atomversuchen auf dem Bikini-Atoll machte man den Versuch, die Urbevölkerung wieder zurückzusiedeln. Der Versuch musste nach wenigen Monaten schleunigst abgebrochen werden, da sich in den Menschen extrem erhöhtes Vorkommen von radioaktivem hochgefährlichem , krebserzeugendem Strontium zeigte.

Oder die Missbildungen: Im süddeutschen Raum, genauer, im Bundesland Bayern, beobachtete man nach 1974 innerhalb eines Zeitraumes von 10 Jahren 10.000 Missgeburten mehr als in einem vergleichsweise früheren Zeitraum. Einige Autoren führen dies auf den zu dieser Zeit in Betrieb genommenen Kernreaktor Gundremmingen (ab diesem Zeitpunkt lief die Beobachtungsstudie) zurück! Missbildungen sowie Tumore sind ja durch Genmutationen bedingt, die ihrerseits durch ionisierende Partikel und Strahlen hervorgerufen werden.

Nun ist es, wie oben ja bereits schon ausgeführt, ein offenes Geheimnis, dass das Reaktorunglück von Tschernobyl kein GAU war, sondern vergleichsweise glimpflich ablief: Von 4 dicht beieinander stehenden Reaktoren entgleiste nur einer. Der Plutonium- und Reaktorkern brannte sich nicht durch die Betongrundfesten. Grund waren die heroischen Maßnahmen von Feuerwehrleuten, sie sind zwischenzeitlich sämtlich am akuten Strahlentod bzw. späteren Erkrankungen wie Leukämie und Krebs verstorben, indem sie unter Missachtung ihrer Gesundheit die Betonwanne des Reaktors unterirdisch nachträglich verstärkten. Nur so konnte verhindert werden, dass sich diese höchst giftigen Materialien mit dem Grundwasser vermischten und insgesamt ins Freie gelangten. Die dennoch entstandenen Schäden durch radioaktive Gase, durch sogenannte Aktinide, durch radioaktives Jod und durch Cäsium haben sich - vor allem in der Ukraine, aber auch europaweit - in einer erhöhten Krebs- und Leukämierate besonders bei Kindern sowie vielfältigsten Missbildungen und Gendefekten manifestiert. - Und die Leidenswelle von kindlichen Missbildungen und Leukämie läuft weiter!

In der Praxis war bei uns eine massive Verschlechterung aller allergischen, rheumatischen und sonstigen Erkrankungen festzustellen, Heuschnupfen beispielsweise wurde zum Asthma, leichte Hauterscheinungen zum massiven Hautekzem! Venenbedingte Unterschenkelekzeme bedingt durch schlechte Durchblutungsverhältnisse wurden zu offenen Beingeschwüren usw., wobei sich ähnliche massive Verschlechterungen auch bei Patienten mit Erkrankungen im rheumatischen Formenkreis feststellen ließen.

Zudem befanden sich Patienten in einer generellen Therapiestarre, d.h.: regulative Therapieverfahren wie Homöopathie, Akupunktur etc. brachten nicht wie sonst das gewünschte Ergebnis, die Patienten mussten erst durch homöopathische Radionuklidausleitung „deblockiert“ werden.

Wie sehr politische Entscheidungsträger damals versagten, haben wir alle erlebt. Unbedenklichkeitsgrenzen wurden rasch auf das Zehnfache und höher geschraubt. So zauberte man kurzerhand nach Tschernobyl neue radioaktive Dosis-Einheiten aus dem Hut: etwa von

1 Gray, was einer Energiemenge von bisher 100 Rad entsprach; oder 1 Sievert, was 100 früheren Rem als Äquivalenzdosis gleichkam.

Eine Anhebung der Dimensionen um das Hundertfache - sicher kein zufälliges Geschehen.

Nun gibt es in unserer Republik selbstverständlich Pläne für Evakuierungs- und Notfallmaßnahmen bei großen Reaktorunglücken. Nach Recherchenberichten darf nur derjenige Anteil der Bevölkerung in solchen „Ernstfällen“ überhaupt evakuiert werden, der in genügender Entfernung von der Unfallstelle war oder sich genügend weit von ihr entfernen konnte. Der stark verstrahlen Bevölkerung in unmittelbarer Nähe des Reaktors würde über Rundfunk der Hinweis gegeben, sich „zum Schutz“ in Kellern aufzuhalten und abzuwarten. Was nur zur Folge hätte, dass sie durch die schwereren radioaktiven Gase schneller und weniger schmerzhaft vom Tod ereilt würden. Wer trotzdem von diesen höchst verstrahlten Mitbewohnern einen Ausbruch riskierte, würde von den die Todes- und Tabuzone hermetisch abriegelnden Bundeswehreinheiten abgefangen! Vorgesehen sind Panzer und Schützenpanzer mit Schießbefehl!

Wenn wir also sehen, von welchem unvorstellbaren Zynismus unsere Atomenergie und Atomwirtschaft unterlagert ist, welche Massenkatastrophen ins Kalkül gezogen werden müssen, dann wird wohl auch der letzte erkennen, dass jetzt für uns alle die Stunde der Veränderung gekommen sein muss.
Ist bei dem oben errechneten Reaktor-Unfallrisiko von 10-20 Jahren weltweit doch noch nicht die Möglichkeit von Krieg, Sabotage, atomarer Erpressung, oder eines anderen atomaren Krieges von Dritte-Welt-Ländern einkalkuliert. Oder die Möglichkeit, dass private Bastler auf eigene Faust sich eine Atombombe bauen könnten- was nach Erkenntnissen der CIA in keiner Weise schwierig ist. Unberücksichtigt sind dabei auch die Gefahren des Verlustes von spaltbarem nuklearen Material: der von der Mafia zwischenzeitlich erschossene italienische Staatsanwalt Palermo hat 1984 durch eine Aktion gerade noch verhindern können, dass mehrere Kilogramm Plutonium durch die „Cosa nostra“ in Richtung Naher Osten nach Libanon verschoben wurden.

Was nun die Wiederaufbereitungsanlagen von Le Hague in Frankreich oder Sellafield in England betreffen, so haben sie eine Wiederaufbereitungskapazitität von 700 - 1050 Jahrestonnen, was einem radioaktiveren Vernichtungspotential von 90.000 - 135.000 Hiroschima-Atombomben entspricht. Wenn diese Anlagen zerstört werden, ist Westeuropa unbewohnbar! Selbst, wenn nur ein Zehntausendstel des radioaktiven Inventars frei würde, (etwa Cäsium 134 und 137, Strontium 90), entstünde bei ungünstigen landeinwertsziehenden Winden ein Strahlungskeil durch Europa, der riesige landwirtschaftliche Flächen derart verseuchen würde, dass für Jahrzehnte kein pflanzliches Grundnahrungsmittel dort mehr wachsen könnten. Die Bevölkerung aber würde zigfach an Krebs erkranken und sterben. (Entnommen: Holger Strohm „Was Sie nach der Reaktorkatastrophe wissen müssen“).

Nun kommt es, wie die Erfahrung zeigt, in jedem Reaktor - auch ohne Atomskandal à la Nukem und Alkem und ihrer Fässerschieberei - zu einem jährlichen „Schwund“ von 1 - 3% Plutonium!

Das sind 3 - 9 Kilogramm Plutonium alleine von einem Reaktor pro Jahr, das in die Luft, in die Gewässer oder in sonstige kriminell- mafiöse dunkle Kanäle wandert. - Und das mit dem Faktor von 500 Reaktoren multipliziert!

Wenn wir die hypothetische Tötungskapazität für unseren Globus mit einem halben Kilogramm bemessen, so entspräche dies bei 1400 - 4050 Kilogramm Plutoniumschwund pro Jahr der 2800 bis 8100- fachen „friedlichen Overkill - Kapazität“ für den ganzen Globus durch das jährlich abhanden gekommene Plutonium!

- Wir sehen schon: eine beispiellose Kriegserklärung der Atomwirtschaft an die Weltbevölkerung! Und keinen darf somit das rasante weltweite Ansteigen der Karzinomhäufigkeit, die natürlich noch durch vielfältige andere Umweltbelastung mitbedingt ist, verwundern.

Es ist zweifelsfrei ein Gebot der Stunde, zu begreifen, dass die Atomkraft - als „Hochtechnologie“ uns und unseren Lebensraum in einem wahrhaft nuklearen Quantensprung bis hinein in die fernste Zukunft in einem geradezu apokalyptischen Ausmaß gefährdet. Wir müssen selbst mit einem ebenso großen Quantensprung der Reifung antworten, um jenen Veränderungen gewachsen zu sein! Zwar möge auch hier das schöne Hölderlin-Wort seine Gültigkeit unter Beweis stellen, wenn er schreibt: „Denn wo die Gefahr wächst, wächst das Rettende auch“.

Doch kann nur der umgehend möglichst rasche Ausstieg aus der Atomenergie und das Umsteigen auf ungefährliche, regenerative Energieformen das Gebot der Stunde sein.

Deshalb fordern wir:

Möglichst rascher Ausstieg aus der Atomenergie unter gleichzeitiger intensiver Förderung alternativer, regenerativer Energietechnologien wie Windkraft, Sonnenenergie u.a.m. - Dies sollte, bei allem Verständnis für Sozial- und Wirtschaftsverträglichkeit des Ausstiegs innerhalb einer Legislaturperiode auf den Weg gebracht und bereits in der zweiten Legislaturperiode durchgeführt sein.

Weiterhin Dezentralisierung der Energiekonzerne und intensive Förderung privater und lokaler kommunaler Energiegewinnung, wobei auch diese ihren Strom in das allgemeine Netz einspeisen sollten. Rechtliche Rahmenbedingungen sind hierfür zu schaffen.

Zur Beseitigung radioaktiver Altlasten erscheint insbesondere das von dem italienischen Nobelpreisträger und Physiker Rubbia vorgestellte Modell der Plutonium-Inaktivierung mittels schnellen Protonen in einem Reaktortyp mit verflüssigtem Blei zukunftsträchtig. Auch hierzulande sollten daher, wie in Frankreich, Pilotprojekte durchgeführt werden.

Alle anderen, in Bau und Planung befindlichen Reaktoren sind als Projekt sofort abzubrechen und zu schließen.

Der moderne Mobilfunk

Unsere Forderungen gehen aus den Erkenntnissen der Arbeit Mobilfunk Fluch oder Segen (Teil des Parteiprogramms) zwangsläufig wie folgt hervor:
Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sind Krebs und Erbgutschäden und vielfältig andere Gesundheitsgefährdungen der Weltbevölkerung und insbesondere der Kinder durch Hochfrequenzen und den modernen Mobilfunk (wie z.B. zunehmende Infektrate, Schädigung des Gehirns durch Öffnung der Bluthirnschranke u.a.) heute als erwiesen zu betrachten (Siehe dazu Arbeit von Prof. Neil Cherry). Das vielfältige Leiden und tragische Todesfälle in direkter Umgebung von Sendetürmen und von Handynutzern (siehe Prof. R. Santini , Prof. Hardell, Prof. Mild u.v.a.), lassen einen sofortigen Ausbaustopp der Mobilfunktechnik und ihrer Sendeanlagen unabdingbar erscheinen.
Es ist nicht länger hinzunehmen, dass ein Industriezweig global die Gesundheit der Bürger und späterer Generationen mit einer in seinen Folgeschäden nicht abschätzbaren Kommunikationstechnik in höchstem Maße riskiert. Der Staat hat primär die Gesundheitsinteressen der Bürger, nicht die Profite der Konzerne zu schützen.
Die nichtthermischen Effekte, von international anerkannten Wissenschaftlern vielfach nachgewiesen, sind in der Grenzwertsetzung endlich mitzuberücksichten, (derzeit 470.000 Nanowatt/cm² beim D-Netz und 950.000 Nanowatt/cm² beim E-Netz). Nach Prof. Neil Cherry sind Dauerbelastungen auf maximal 10 nW/cm² abzusenken. Da nach Dr. v. Klitzing bereits bei 1nWatt/cm² Dauerbelastung bei Kindern Gesundheitsstörungen zu erwarten sind, fordert die "Bürgerwelle e.V." im Sinne von Vorsorgewerten bei Dauerbelastung 0,1nW/cm² im Wachbereich und 0,001 nW/cm² im Schlafbereich. Wir schließen uns dieser Forderung an. Nach Prof. Käs (Radarexperte der BW) ist Handyempfang auch bei einem Bruchteil von 1 nW/cm² problemlos möglich Dabei erscheint uns Handynutzung in geschlossenen Räumen verzichtbar.
Wir fordern sofortigen Ausstieg aus der gesundheitlich untragbaren Technologie der Schnurlos - Heimtelefone nach dem DECT- Standard.. Die Nutzer wissen in der Regel nicht, dass ihre DECT- Schnurlostelefone 24 Stunden unablässig und unabhängig von ihrem Gebrauch getaktet und hochfrequent strahlen. (1,8 GHz, 100 Hz Taktung )
Die nicht demokratisch legitimierte ICNIRP(Internationale Strahlenschutzgesellschaft), die sich fälschlicherweise als Unterorganisation der WHO ausgab und die Grenzwertsetzung der Weltbevölkerung weitgehendst bestimmt, ist durch ein wissenschaftlich kritisches, der globalen Volksgesundheit und der Ethik verpflichtetes Gremium zu ersetzen.
Wir fordern Beweislastumkehr. Es geht nicht länger an, dass gesundheitlich bedenkliche Produkte auf den Markt geworfen werden, wenn sie nur „innovativ“ und "Hightech" erscheinen, ohne dass ihre Ungefährlichkeit erwiesen ist. Weder Bürger noch die Umwelt dürfen zu Geiseln kurzsichtiger Fortschrittsattitüde werden.
Die Betreiberfirmen müssen sich zukünftig von Seiten der Rechtsprechung erheblicher Schadens- und Schmerzensgeldforderungen konfrontiert sehen.